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Voll unter Strom: Seminarkurs am BuGy

Derzeit befassen sich sieben Schülerinnen und Schüler der Kursstufe des Buigen-Gymnasiums vertieft mit dem Thema „Elektromobilität“. Dazu hörten sie schon Vorträge oder ließen einen e-LKW der Firma Schwarz im Pausenhof vorfahren, um sich genauer über die Thematik zu informieren (hier der Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=IQnlkmsWp7w).

Neben dieser ganzen Theorie legt NWT-Lehrer Robert Steiner aber auch sehr großen Wert auf die Praxis. Deswegen war die eigentliche Aufgabe der Schülerinnen und Schüler einen fahrbaren Untersatz zu konstruieren und diesen mit e-Motor samt Akku auszustatten. Dazu teilte sich der Kurs in zwei Teams und es wurde getüftelt, geplant und geschweißt. Ein Team nutzt ein Kettcar als Chassis, das aber verlängert und stark umgebaut werden musste, um den Ansprüchen der Elftklässler zu genügen. Das andere Team schweißte sich beim BuGy-Kooperationspartner, der Firma Moroff und Baierl GmbH in Hermaringen, alles gleich selbst zusammen.

Das Kettcar wurde von Yannick Nothelfer, Jaron Lehmann und Philipp Mack entworfen, Nina Rau, Katrin Scherer und Justus Hohage konstruierten ein Trike. Bei der Umsetzung ließ ihnen Kursleiter Robert Steiner freie Hand. Immer nach dem Motto „safety first“ wurde stets höchsten Wert auf die Sicherheit gelegt, damit es zum Beispiel zu keinem Kabelbrand und keiner Quetschung kommen kann.

Die Akkus, die eigentlich für e-Bikes gedacht sind, reichen für eine etwa 35 Kilometer lange Strecke. Hier noch weitere Details der e-Autos für Technikversteher:

  • Masse des Trike 47 kg, das Kettcar wiegt 31 kg
  • Motorleistung 2 Kilowatt im Nennbereich
  • Drehmoment am Motor 7 Nm, Drehmoment an der Antriebswelle ca. 50 Nm
  • Übersetzung ca 1:8
  • Beschleunigung ca 1m/s²
  • Maximalgeschwindigkeit ca. 45 km/h
  • Akku 48 Volt, 17 Amperestunden, 800Wh
  • Motor: bürstenloser Gleichstrommotor BLDC

Die Schülerin Juli Hager befasste sich dabei auf theoretische Art und Weise mit der Idee, wie Parkplätze künftig mit einer Photovoltaikanlage überdacht werden können. Den dort produzierten Strom könnte man dann über eine Ladesäule in die Akkus der dort parkenden Elektroautos laden. Sie hatte dabei den großen Parkplatz vor der neuen Bibrishalle im Blick. Im Rahmen ihres Projektes arbeitete sie mit den Technischen Werken Herbrechtingen zusammen.

Der Seminarkurs wird auch dieses Jahr wieder als SIA (Schüler-Ingenieur-Akademie) von NWT-Lehrer Robert Steiner angeboten. Die SIA ist dabei ein bewährtes Kooperationsmodell aus Schulen, Hochschulen und Unternehmen.

Mittlerweile gibt es ein aktuelles Youtube-Video mit Erläuterungen zur Technik und natürlich auch mit Fahrzeugen in Bewegung: https://www.youtube.com/watch?v=_oPrnyBHKMc.

Wir wünschen immer eine handbreit Strom im Akku und allzeit gute Fahrt!


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