U13-Zweierteam des BuGy stellt alle in den Schatten

Donnerstagmorgen 7:10 Uhr: Am ZOB in Heidenheim stehen Julius Kupka, Mats Linder und Luca Piticaru erwartungsvoll am Bussteig, als kurz darauf noch Can Alpkan und Jonathan Krappel hinzustoßen. Müssen wir so früh los? Ja klar, der Spielort Weikersheim liegt doch an der nördlichen Peripherie Baden- Württembergs! Aber wo ist Tom? Leider heute früh krankgemeldet, schade! Jetzt müssen wir drei Teams zu zwei umbauen und haben halt dafür einen Ersatzmann in der Hinterhand. Mehr und mehr männlicher und weiblicher Volleyballnachwuchs vom Max-Planck-Gymnasium und vom Schiller-Gymnasium versammelt sich zur Abfahrt. Pünktlich gibt Uwe Altenborg vom MPG, der Volleyballbeauftragte des RP Stuttgart, das Zeichen zur Abfahrt. Nach 45 Fahrminuten sammeln wir noch die Teams des Peutinger-Gymnasiums Ellwangen ein und übersehen auf der langen Reise in gedämpfter und etwas gelangweilter Stimmung beinahe die uns begleitenden Schönheiten des Taubertals. Hauptsache wir schaffen das Zeitlimit, und tatsächlich sind wir wie geplant um 9:30 Uhr vor Ort und stürmen in die Halle der Gemeinschaftsschule Weikersheim. Hier fliegen schon Bälle durch die Luft, die lokalen Vertretungen des Deutschorden-Gymnasiums Bad Mergentheim und der Gastgeber können den Turnierbeginn kaum erwarten.

Die 28 Teams werden per Auslosung in zwei Gruppen aufgeteilt, in der reihum in der Vorrunde jedes gegen jedes spielen wird, und zwar auf Zeit. Das ergibt pro Mannschaft 13 Begegnungen, wobei sich die Gruppen auf den sieben Spielfeldern abwechseln und sich somit jeweils eine Spielpause verschaffen. Die Teams schiedsrichtern sich selbst und versuchen nach dem Fair Play-Gedanken im Zweifelsfall gerechte Entscheidungen zusammen zu treffen und zu akzeptieren.
Um es gleich vorwegzunehmen: Team 1 mit Jonathan und Can gewinnen alle ihre Spiele, Team 2 mit Luca, Julius und Mats verlieren drei ihrer 13 Matches, darunter auch gegen ihre Kumpels vom BuGy. Nach einer längeren „hydration break“ geht es in die Halbfinals, für Team 1 um den Einzug ins Finale, für Team 2 um Platz 5. Team 2 unterliegt mit dem letzten Ballwechsel 12:13 und belegt im Endklassement Rang 6. Can und Jonathan stehen - umringt und bestaunt von den übrigen Teams - im Finale gegen Team 1 vom MPG und zeigen in einer überragenden Art und Weise mit 14:6 Punkten dem Gegner die Grenzen auf.

Was bringen Can und Jonathan in 15 ungeschlagenen Partien aufs Parkett? Was zeichnet sie aus? Sie versuchen in jeder Spielsituation mit drei Ballkontakten zum Erfolg zu kommen. Beide antizipieren die Bälle ihrer Gegner so gut, dass sie in ihrem 6x6m-Feld selbst mit Angriffsschlägen fast nicht ausgespielt werden können. Und sie harmonieren völlig unaufgeregt und zeigen, dass sich jeder auf den anderen verlassen kann. Und letztlich agieren sie mit ganz wenigen Eigenfehlern und kommen in der Folge mit gezielt gesetzten Lobs und Angriffen zum Erfolg. Schade für beide, dass in dem Wettbewerb U13 (2-2) kein Landesfinale ausgespielt wird.

Erschöpft, aber mehr als zufrieden, werden die Jungs gegen 18 Uhr von den Eltern am ZOB wieder in Empfang genommen. Rainer Maroska


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