Rechtsextremismus und Zivilcourage

Rechtsextremismus und Zivilcourage – zwei Themen, die heute aktueller und wichtiger sind als je zuvor. Doch nicht nur ihre heutige Bedeutung und Präsenz standen im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, welche Rolle Zivilcourage während der Zeit des Nationalsozialismus spielte.

Antworten darauf erhielten wir, die 11. Klasse des Buigen-Gymnasiums, am Freitag, den 10. Juli, bei einer Exkursion nach Stuttgart. Im Rahmen des Demokratietages besuchten wir die Landeshauptstadt, um die Ausstellung im Hotel Silber zu besichtigen und an einem Workshop des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg teilzunehmen.

Im Hotel Silber gibt es zwei Ausstellungen zum Thema Rechtsextremismus. Die Dauerausstellung beleuchtet die Geschichte der Gestapo und der Polizei während der Zeit des Nationalsozialismus. Eine weitere Ausstellung beschäftigt sich mit Rechtsextremismus in der Gegenwart. Der Schwerpunkt unseres Besuchs lag auf der zweiten Ausstellung, die Dauerausstellung konnte jedoch ebenfalls besichtigt werden.

Die Ausstellung zeigte zahlreiche Exponate, die den Bogen von der Zeit des Nationalsozialismus bis zu den Gefahren des heutigen Rechtsextremismus spannten. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem rechtsextremen Terror der 1990er- und frühen 2000er-Jahre. Insbesondere die Verbrechen des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) sowie die Entstehung und Entwicklung neonazistischer Jugendbewegungen in den 1990er-Jahren wurden anhand verschiedener Ausstellungsstücke und Informationsmaterialien thematisiert.

Das Seminar im Haus der Geschichte behandelte das Thema Zivilcourage während der Zeit des Nationalsozialismus. Wir schauten uns unter anderem die Werkbank von Georg Elser an und erfuhren mehr über sein Leben vor und nach seinem Attentat auf Adolf Hitler sowie über das Attentat selbst.

Anschließend beschäftigten wir uns in Kleingruppen mit einzelnen Personen aus der Ausstellung, die entweder Opfer oder Täter des NS-Regimes waren. Danach tauschten wir uns darüber aus, was Zivilcourage heute bedeutet, und führten Rollenspiele durch. Dabei übten wir, wie man in verschiedenen Alltagssituationen selbst Zivilcourage zeigen kann.

Alles in allem war es ein sehr informativer Tag, insbesondere angesichts des heutigen politischen Klimas. Ich persönlich hoffe, dass dieses Seminar auch in den kommenden Jahren weiterhin stattfinden wird.

Adriana Di Benedetto (K1)

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