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Die „Durchwachsene Silphie“ am BuGy

Extra für „Jugend forscht“ haben sich drei Schüler des Buigen-Gymnasiums eine Biogas-Versuchsanlage der Firma Johann Hochreiter GmbH aus dem Chiemgau organisiert und an die Schule transportieren lassen. Sie möchten ausprobieren, ob es sich lohnt, die Versuchsanlage statt mit Maissilage mit einer anderen Energiepflanze zu betreiben. Dafür haben sie sich ein Gewächs herausgesucht, das normalerweise in Nordamerika heimisch ist und bei uns noch ziemlich unbekannt sein dürfte: die „Durchwachsene Silphie“.

Die „Durchwachsene Silphie“ hat gegenüber Mais mehrere Vorteile: Sie ist eine mehrjährige Kulturpflanze und wird bis zu drei Meter hoch. Außerdem hat sie einen hohen Flächenertrag und man benötigt ab dem zweiten Anbaujahr keine Herbizide mehr. Ein weiterer Vorteil der Dauerkultur ist, dass die Gefahr der Bodenerosion sinkt. Außerdem gehört die „Durchwachsene Silphie“ zu den Gewächsen der Korbblütlern und ist damit sehr bienenfreundlich – im Gegensatz zum Mais. Auch eine Düngung ist ab dem zweiten Anbaujahr nicht mehr notwendig.

Mit diesen ökologischen Vorteilen kann die „Durchwachsene Silphi“ also klar punkten. Aber ist sie als Energiepflanze tatsächlich genauso ergiebig wie Mais? Das ist die entscheidende Forschungsfrage, die sich die drei Gymnasiasten Benjamin Halbauer, Matthis Kälble und Raphael Klaiber gestellt haben und deren Antwort sie jetzt in den kommenden zwölf Wochen herausfinden möchten. Sie beschicken die Biogas-Versuchsanlagenun zuerst mit Maissilage und später dann mit Silage der „Durchwachsenen Silphi“, um herauszufinden, welche der beiden Pflanzen wieviel Biogas erzeugt.

Dazu müssen sie mindestens einmal täglich an die Schule kommen, um das Aggregat zu überprüfen und es mit neuer Biomasse zu versorgen. Spätestens im Januar sollten dann die Ergebnisse vorliegen und ausgewertet werden. Neben NWT-Lehrer Robert Steiner freut sich besonders auch Manfred Scherr von der Firma Johann Hochreiter GmbH auf das Resultat, der die Biogas-Versuchsanlage selbst konstruiert hat und die drei interessierten Schüler nun nach der Anlieferung in deren Bedienung einwies. Auch wir sind auf das Ergebnis sehr gespannt!

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